Netzwerk Gesunde Gemeinde
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Mädchen mit Pusteblume (Foto: Monia - Fotolia.com)

Grundsätze

Beitritt zum Netzwerk durch Gemeinderatsbeschluss

Mit dem Gemeinderatsbeschluss bekennt sich die Gemeinde zur Teilnahme am Netzwerk Gesunde Gemeinde und macht damit Gesundheitsförderung zur Gemeindeaufgabe. Für eine wirkungsvolle Gesundheitsförderung sind Strukturen und geregelte Prozesse erforderlich, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

Strukturen

Arbeitskreise, Abteilung Gesundheit des Landes OÖ und Regionalbetreuung
In den Gemeinden bilden sich zur Planung und Umsetzung der gesundheitsfördernden Aktivitäten vereins- und parteiübergreifende Arbeitskreise aus ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen, die offen für interessierte Bürger/innen sind. Die/der von ihnen bestimmte Arbeitskreisleiter/in ist die/der Hauptansprechpartner/in der Abteilung Gesundheit und der Regionalbetreuung. Weiters wird den Gemeinden empfohlen, eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter am Gemeindeamt für die Aufgaben im Rahmen des Netzwerks Gesunde Gemeinde zu nominieren.

Auf Landesebene wird das Netzwerk vom Gesunde Gemeinde Team der Abteilung Gesundheit koordiniert. Jedem Bezirk steht eine Regionalbetreuung zur Seite.

Ehrenamtlichkeit

Aufgrund der Möglichkeiten in den Gemeinden baut das Netzwerk Gesunde Gemeinde auf ehrenamtliche Tätigkeit in den Gemeinden auf.

Nutzung der örtlichen Ressourcen

Vorrangig werden die Aktivitäten mit den örtlichen Möglichkeiten gestaltet. Referentinnen und Referenten aus dem Ort und aus der näheren Umgebung gestalten Vorträge, Seminare, etc. Wo dies nicht möglich ist, vermitteln die Abteilung Gesundheit und die Regionalbetreuung auch Referenten/innen aus der Region.

Vernetzung

Mit ihren Angeboten wollen die Gesunden Gemeinden nicht andere Anbieter konkurrieren oder verdrängen. Sie wollen die vorhandenen Aktivitäten örtlicher Organisationen, Vereine und Institutionen zum Thema Gesundheit ergänzen, vernetzen und zu einer größeren Beteiligung durch die Gemeindebevölkerung verhelfen.

Finanzierung

Gemeinden sehen im Budget Mittel für die Aktivitäten des Arbeitskreises vor (Empfehlung: 1 Euro/Jahr/Gemeindebürger/in).
Vom Land Oberösterreich erhalten die Gemeinden eine einmalige Starthilfe von derzeit 1.000 Euro. Zusätzlich können in Einzelfällen oder für bestimmte Themen Unterstützungen gewährt werden.

Gemeinden, die sich am Qualitätszertifikat beteiligen, erhalten im dreijährigen Zertifizierungszeitraum jährlich einen Förderungsbetrag (derzeit 500 Euro). 

Prozesse

Regelmäßige Sitzungen des Arbeitskreises zur Planung und Dokumentation
Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßig zur Planung, Organisation und Dokumentation seiner Aktivitäten.

Themenwahl

Die Themenwahl für Aktivitäten in den Gemeinden ergibt sich einerseits aus den Ideen, die in den Gemeinden entstehen, andererseits werden die Gemeinden angeregt, sich an den Schwerpunktthemen der Abteilung Gesundheit zu beteiligen.
Die Aktivitäten in den Gemeinden richten sich nach den Bedürfnissen der Gemeindebürgerinnen und -bürger. Die Aktionen werden von den Arbeitskreisen organisiert. In die Planungen werden die Zielgruppen eingebunden.

Dokumentation

Die Gemeinden dokumentieren ihre Aktivitäten in der zentralen Web-Anwendung Gesunde Gemeinde.

Medienarbeit

Von den Gemeinden erfolgt die Medienarbeit in der Gemeindezeitung, in der Gemeindehomepage und in den regionalen Medien.

Auf Landesebene gibt es die Homepage Gesundes Oberösterreich, die Internetseite des Netzwerks Gesunde Gemeinde und den regelmäßig erscheinenden Newsletter.
Aktuelle Themen werden auch in Pressekonferenzen und Presseaussendungen des für Gesundheit zuständigen Regierungsmitgliedes publiziert.

Ergebnisse

Die Ergebnisse sind die für die Gemeindebürgerinnen und -bürger initiierten Aktivitäten, wie Vorträge, Kurse, Projekte. Das Themenspektrum erstreckt sich hauptsächlich auf die Bereiche
• Ernährung
• Bewegung
• psychosoziale Gesundheit
• medizinische Themen

Mit den Aktivitäten im Netzwerk Gesunde Gemeinde sollen gesicherte Erkenntnisse der Prävention und Gesundheitsförderung ohne Bezug zu bestimmten (Handels-)Produkten vermittelt werden.

Themen und Inhalte der Aktivitäten dürfen nicht die Grundsätze der Schulmedizin (beispielsweise das österreichische Impfsystem) oder sonstige wissenschaftliche Erkenntnisse in Frage stellen.

Qualitätszertifikat

Das Qualitätszertifikat Gesunde Gemeinde dient zur Qualitätssicherung der Gesundheitsförderung im OÖ Netzwerk Gesunde Gemeinde. Die Einhaltung der oben angeführten Grundsätze ist die Grundlage für den Erhalt des Qualitätszertifikats.

Für teilnehmende Gemeinden sind die Kriterien für die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität in einem verbindlichen Schema festgelegt. Nach einem dreijährigen Zertifizierungszeitraum erhalten Gesunde Gemeinden diese Auszeichnung des Landes OÖ.

Logo Gesunde Gemeinde

Das Logo Gesunde Gemeinde steht den Gesunden Gemeinden zur Kennzeichnung von Aktivitäten des Arbeitskreises zur Verfügung. Die Verwendung des Logos ist Voraussetzung für die Berücksichtigung von Aktivitäten im Qualitätszertifikat, für Kostenzuschüsse zu Aktivitäten durch die Abteilung Gesundheit und für die Einreichung von Projekten zum Gesundheitsförderungspreis.
(Logodownload und Richtlinie für die Verwendung des Logos Gesunde Gemeinde über Zugang Mitarbeiterportal.)

Spezielle Angebote

Qualitätszertifikat
Das Qualitätszertifikat ist ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des Netzwerks Gesunde Gemeinde.
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"Oberösterreich isst gesund"
Jahresschwerpunktthema 2014-2015
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Evaluierung "15 Jahre Gesunde Gemeinde in Oberösterreich"
Feedback, persönliche Kontakte und Glaubwürdigkeit sind für die Arbeitskreise in den Gesunden Gemeinden nach eigenem Bekunden am wichtigsten.
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