Salz - Allzuviel ist ungesund!
Das Salz ist eines unserer ältesten Würzmittel und war lange Zeit kostbares Handelsgut. Im Laufe der Geschichte hat der Salzkonsum ständig zugenommen. Heute gehen wir damit zu verschwenderisch um und schaden dadurch oft unserer Gesundheit. Hohe Kochsalzzufuhr kann oft im Zusammenhang mit Bluthochdruck stehen. Dieser erhöht das Risiko an Herz- und Kreislauferkrankungen (z. B. Schlaganfall oder Herzinfarkt) zu erkranken.
- Wir essen täglich ca. 15 - 20 g Kochsalz.
- 5 - 6 g Kochsalz würden genügen.
Wodurch nehmen wir so viel Salz auf?
Einerseits durch das Salzen in der Küche und bei Tisch, anderseits aber beziehen wir große Salzmengen aus Nahrungsmitteln, die bereits bei der Herstellung gesalzen werden. Man schätzt, dass wir ca. ein Drittel unserer täglichen Kochsalzmenge allein mit Brot aufnehmen, gefolgt von Fleisch- und Wurstwaren, die Pökelsalz enthalten.
Wie können wir Salz sparen?
1. Beim Einkauf
- Brot und Backwaren stehen auf der Liste der verarbeiteten Lebensmittel bei der Kochsalzzufuhr an erster Stelle. Den Brotverbrauch sollten wir aber nicht verringern! Ganz im Gegenteil, wir brauchen mehr Brot - aber bitte mit weniger Salz! Brot mit einem reduzierten Salzanteil kann man selbst backen, eher meiden sollten wir besonders salzreiches Gebäck, wie Salzstangerl, Salzweckerl, Salzbrezerl, usw.
- Bei Fleisch- und Wurstwaren seien Sie sparsam mit all jenen Sorten, die Pökel-Salz enthalten, also mit Geselchtem, Surfleisch, Speck, Salami, Schinken, ...
- Auch Fischkonserven (Sardellen, Salzheringe, ...) enthalten enorme Salzmengen.
- Bei Käsereiprodukten findet man unterschiedlichen Salzgehalt. Besonders salzreich sind Schmelzkäse und Edelpilzkäse.
- Versuchen Sie die salzhaltigen Gemüsekonserven durch Frischkost oder Tiefkühlgemüse zu ersetzen und auf Fertigwürzen (Fischwürze, Brathendelwürze) zu verzichten. Auch Suppenwürfel, Fertigsoßen, Senf und Ketchup enthalten viel Salz!
- Fertiggerichte sind immer stark gesalzen!
- Kaliumreiche Kost kann helfen, den Blutdruck zu senken. Essen Sie daher ausreichend Obst, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Müsli, Vollkorn- und Milchprodukte.
2. In der Küche
Auf den Geschmack kommt es an! Die Vorliebe für die salzige Geschmacksrichtung ist vielfach anerzogen. Bei Baby- und Kleinkinderkost ist Zusatz von Salz ungünstig!
- Beim Zubereiten und bei Tisch können wir die Salzmengen schrittweise verringern und werden feststellen, dass bei weniger gesalzenen Speisen Aroma und Geschmack viel besser zum Ausdruck kommen.
- Auch durch die Zubereitung der Speisen mit reichlich Kräutern und Gewürzen wird das Kochsalz leicht entbehrlich! Verwenden Sie Kräuter, ob frisch, getrocknet oder tiefgekühlt, und Gewürze, wie Pfeffer, Paprika, Kümmel, Nelken, ... aber auch Essig, Zitronensaft, Knoblauch, Zwiebel, Kren, ...
- Bereiten Sie Rohkost ohne Salz zu.
- Salzen Sie Speisen bitte erst, wenn sie fertig gegart oder gebraten sind.
- Bevorzugen Sie Zubereitungsarten wie Dämpfen und Dünsten, denn diese sind ein Garant für die Erhaltung des Eigengeschmackes.
3. Bei Tisch
Überprüfen Sie bitte Ihre Tischgewohnheiten!
- Salzen Sie keinesfalls nach, bevor Sie überhaupt gekostet haben!
- Ersetzen Sie den Salzstreuer und die Suppenwürze durch ein schönes Tischgesteck.
Ist Salz gleich Salz?
Alle Salzsorten enthalten einen hohen Anteil an Natriumchlorid. "Gesundes Salz" gibt es nicht. Es ist immer eine Frage der Dosierung! Auch Meersalz, Kräutersalz und Halb-Salze enthalten Natriumchlorid und sollen nur sparsam verwendet werden! Wenn Sie salzen, dann mit einer Prise von einem jodierten Speisesalz!
Weiterführende Informationen
-
DEBInet - Deutsches Ernährungsberatungs- und -informationsnetz
Kochsalz -
bluthochdruck.de
Hilft es, weniger Kochsalz zu sich zu nehmen? -
DGE - Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
Kochsalz- und Flüssigkeitskonsum in der Schwangerschaft -
ÖGE - Österreichische Gesellschaft für Ernährung
Kochsalz -
Verein für Konsumenteninformation
Kochsalz (Essen + Trinken) -
forum.ernährung heute - Verein zur Förderung von Ernährungsinformation
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